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Neulingen erhält das Bildungsregion-Siegel: „Stolz auf das Erreichte!“

Bildungsregion Neulingen

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Strahlende Gesichter bei Silvia Günter-Roth, Marena Jenny und Bürgermeister Michael Schmidt aus Neulingen bei der Übergabe des ersten Bildungsregion-Siegels durch Carolin Bauer und Andrea Simolka-Walter vom Landratsamt (v.l.n.r.).

ENZKREIS. Die Gemeinde Neulingen hat das Teilnahmesiegel der „Bildungsregion Enzkreis“ erhalten – zur Freude von Bürgermeister Michael Schmidt: „Für uns bedeutet die Teilnahme am Programm eine Zertifizierung in Sachen Bildung – und darauf sind wir stolz!“ Schmidt möchte das Siegel indes nicht nur am Rathaus anbringen, sondern auch in den Schulen und Kindertageseinrichtungen, denn „unser Ziel ist es, die Kinder und Jugendlichen von klein auf zu unterstützen und zu begleiten.“

Überbracht wurde das Siegel durch Andrea Simolka-Walter und Carolin Bauer vom Bildungsbüro des Enzkreises. Für Bauer war es eine „Rückkehr an den Tatort“: Viereinhalb Jahre war sie in Neulingen tätig und hatte in dieser Zeit die vielfälti-gen Angebote und Netzwerke mit aufgebaut. Seit dem 1. September hat Marena Jenny diese Aufgabe mit übernommen – als Jugendreferentin für Neulingen, angestellt beim Verein Miteinanderleben.

In Neulingen setze man vor allem auf Kooperationen, so Bürgermeister Schmidt. So sei eine Zusammenarbeit zwischen Schule und Seniorenzentrum entstanden. „Kindergärten und Schulen sind vorbildlich vernetzt, damit die Bildungsbiografien von Kindern ohne große Brüche verlaufen können.“ Das habe auch bei der Neuorganisation im Grundschulbereich geholfen: Seit diesem Schuljahr gibt es zwar noch Schulgebäude in allen drei Ortsteilen der Gemeinde – aber nur noch eine Schule: „Unsere Schulen bilden eine organisatorische Einheit mit einer Zentrale und zwei Außenstellen“, erläutert Schmidt.

Diese Veränderung berge Chancen, aber auch Risiken: „Wir brauchen eine enge Verzahnung und einen noch engeren Austausch, um die Möglichkeiten positiv zu nutzen – und die Bildungsregion Neulingen ist dabei stark gefragt“, meint der Schultes. Schmidt zeigte sich optimistisch, dass dies gelingen werde: Beispiele aus der Vergangenheit wie Angebote für Kinder und Jugendliche oder das regelmäßig stattfindende Elterncafé seien sichtbare Ergebnisse der Arbeit.

Dabei schätzen Michael Schmidt und seine Hauptamtsleiterin Silvia Günter-Roth den regelmäßigen Austausch mit den anderen Gemeinden, die am Programm teilnehmen: „Dadurch können wir laufend die Standards überprüfen, lernen voneinander und profitieren auch mal von Ideen anderer“, sagt Günter-Roth. Organisiert wird die kreisweite Vernetzung vom Bildungsbüro, das für die Betreuung, Unterstützung und Begleitung des Landesprogramms „Bildungsregion Enzkreis“ eingerichtet worden war.

In der Steuerungsgruppe, die sich zweimal im Jahr trifft und der neben Bürgermeistern, Schulleitungen und Fachleuten aus dem Landratsamt auch das Staatliche Schulamt und das Regierungspräsidium Karlsruhe vertreten sind, wurde kürzlich über die Weiterentwicklung des Programms diskutiert. „Dort wie im Gespräch in Neulingen wurde deutlich: Die Kommunikation ist, neben innovativen Ideen, mit das Wichtigste, um Kindern, Jugendlichen und deren Familien eine gute Stütze zu sein“, sagt Carolin Bauer. Das Siegel stelle mit seinem Logo diesen Vernetzungsgedanken in den Mittelpunkt. (enz)