Kids

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Die Kinder durften sich ihre Verkleidungen selbst auswählen und mit dem Spielen improvisieren

Auf den Brettern die die Welt bedeuten

Auf den Brettern die die Welt bedeuten
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Nachwuchs-Schauspieler auf der Theaterbühne der Nußbaumer „Backkörb“

Im Theaterhäusle des Theatervereins Nußbaumer Heimatbühne „Die Backkörb durften sich am Mittwochnachmittag, 16. August, als Programmpunkt der Neulinger Kinderferientage elf Kids von acht bis 14 Jahren aus ganz Neulingen als kleine Talente erweisen. Während die Bretter, die die Welt bedeuten die meisten als Neuland betraten, hatten vier Teilnehmer bereits Erfahrung, da sie mittwochnachmittags das Kinder- und Jugendtheater besuchen. Aber auch die anderen waren voll bei der Sache. Vorsitzender Paul Negele, ausgebildeter Theaterpädagoge, hatte dabei wieder tatkräftige Unterstützung durch seinen 16-jährigen Sohn David, der mit großem Eifer in die Fußstapfen seines Vaters tritt.
Nach der besonders freudigen Begrüßung durch Negele, folgte die seines Sohnes sehr traurig. Dies war zugleich der Einstieg in das Programm. Denn die Kids wurden dabei verschiedene Körperhaltungen wie traurig, freudig, stolz, lustig, hungrig unruhig oder auch „du träumst vor dich hin“ gezeigt. Beim anschließenden Pantomime wurden in der Gebärdensprache Berufe dargestellt ohne dabei zu sprechen. Erklärt wurde auch die Bedeutung der Atemtechnik beim Theaterspielen bis in die Zehen runter atmen, fühlen mit der Hand, hecheln sowie Stoßweise atmen mit Buchstaben. Bei der Mimik wurden Ausdrücke wie zornig, freundlich, uninteressiert, nachdenklich, Grimmassen schneiden und anderes gezeigt. Es folgte das Sprechen von einzelnen Buchstaben und das Fühlen mit der Hand am Hals beim Sprechen. Angesagt war auch Reden mit Kaugummi im Mund. Schwierig wurde es beim Aufsagen von Zungenbrechern wie etwa: „Auf den sieben Robbenklippen sitzen sieben Robbensippen, die sich in die Rippen stippen, bis sie von den Klippen kippen“ oder „Max wachst Wachskerzen. Was wachst Max? Wachskerzen wachst Max.“
Die Kinder hatten großen Spaß und machten mit großer Begeisterung mit. Sie wurden in drei Gruppen aufgeteilt. Jede Gruppe hatte dabei die Anweisung ein kleines Stück zu improvisieren, indes sie sich absprachen, was sie spielen wollen und dieses danach zeigten.
Gemeinsam spielten alle, indem dargestellt wurde wie ein Flugzeug in Grönland notlanden muss und die Passagiere nach dem Aussteigen Eisbären begegnen. Nachdem der Flieger wieder startklar war, flog er nach Amerika, wo er wieder notlanden musste und die Passagiere auf Indianer treffen. Da war es gut, dass ein Dolmetscher an Bord war und vermitteln konnte. Die Kids durften sich die Verkleidungen selbst auswählen, welche ihnen gefielen. Als Erinnerung an den kurzweiligen Nachmittag, bekamen alle eine Teilnehmer-Urkunde mit nach Hause. „Den Kids sowie meinem Sohn und mir bereitete das Programm gleichermaßen großen Spaß“, betonte Paul Negele zum Abschluss.
Mit Ausnahme in den Schulferien, findet jeden Mittwoch von 17 bis 18 Uhr im Theaterhäusle in der Bleichstraße 9 in Nußbaum Kinder- und Jugendtheater statt. Wer Lust und Laune hat, darf vorbeikommen, Reinschnuppern und selbstverständlich mitspielen.