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Umfangreiches, kurzweiliges Programm an zwei Tagen für Jung und Alt

Begrüßung durch BM Schmidt

Begrüßung durch BM Schmidt
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925-Jahr-Feier Göbrichen in der Dorfmitte bei trockenem, wenn auch windigem, Sommerwetter

Unter der Leitung seines Dirigenten Tilo Schneider, eröffnete der Musikverein Göbrichen am Samstag, 24. Juni, um 16 Uhr vor der 1507 erbauten Kirche Sankt Ulrich die Feier zum 925-jährigen Bestehen von Göbrichen mit dem Marsch „Musikantengrüße“.

In seiner Begrüßung teilte Neulingens Bürgermeister Michael Schmidt mit, dass es beim Heimatverein, dessen Vorsitzender er ist, mit Einbeziehung der anderen Göbricher Vereine, bereits vor fünf Jahren Überlegungen gab, wie das 925-jährige Bestehen begangen werden solle, da es kein klassisches Orts- oder Stadtjubiläum mit einer halbrunden oder gar runden Zahl ist. Man sei dann zu dem Entschluss gekommen, dass es kein Festbankett und Veranstaltungen in einer Halle geben soll. „Wir wollten uns vielmehr an die jährliche Hocketse des Musikvereins, die ebenfalls in diesem Bereich stattfindet, anschließen und diese ausbauen“, betonte der Schultes. „Ich danke den beteiligten Vereinen und dabei den Menschen in den Vereinen, ohne die es ja keine Vereine geben würde, für die Vorarbeit und die Durchführung des Jubiläumsfestes, für das ich viel Spaß und gute Unterhaltung wünsche“, fuhr der Rathauschef fort. Mit einem treffsicheren Schlag, assistiert von Michael Ketterer (rechts) von der Brauerei Ketterer in Pforzheim, zapfte er das erste, von der Brauerei gestiftete, Fass an, und verteilte mit Ketterer Freibier an die Besucher.
Danach unterhielt der Musikverein bis 18 Uhr mit Musik vom Feinsten unter anderem durch den Walzer „Rauschende Birken“, der Polka „Gablonzer Perlen“ und einem Dieter-Thomas-Kuhn-Potpourri sowie zum Abschluss mit dem Badnerlied.

Die junge Frauen von „Why not?!“, des Gesangvereins “Freundschaft” Göbrichen, beigeisterten unter der Leitung von Jenny Mergl und Pianobebgleitung durch Stefan Schrumpf das Publikum.

Am Abend hat die „Seán Treacy Band“ vier Stunden lang mächtig eingeheizt und manche Besucher „außer Rand und Band“ gebracht.

Indes herrschte am Samstagabend vor der Bühne dichtes Gedränge.

Der Sonntag begann um zehn Uhr mit einem von über 400 Gläubigen besuchten ökumenischen Gottesdienst im Kirchgarten, der zugleich als Neulinger Begegnungstag begangen wurde. Pfarrer im Ruhestand Dr. Martin Schneider aus Bretten predigte zum Thema „Mit Lust und Liebe - dranbleiben am Wort Gottes, davon singen und sagen, damit leben.“ Veranstalter war die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Gemeinden Neulingen, deren Sekretär Andreas Lang um den dringend notwendigen Regen und optimale Bedingungen für die Landwirtschaft betete. Mitgewirkt haben die vereinigten Posaunenchöre von Neulingen unter der Leitung von Dirk Schäfer und der Power-Chor „Just for Fun“ von der „Freundschaft“ Göbrichen mit Dirigent Makitaro Arima.

Nach der geistlichen und anschließenden körperlichen Speise, vermittelte Heinrich Tölke (im roten T-Shirt), der von 1970 bis 2003 Lehrer im Ort war und Verfasser des zweibändigen Heimatbuches ist, bei zwei historischen Ortsrundgängen Wissenswertes über die Heimatgeschichte. Sein Wissen über die Kirche gab Günter Walther bei einer Kirchenführung weiter. Für Abwechslung sorgten Kirchturmführungen mit dem Kirchengemeinderatsvorsitzendem Stefan Hofsäß. Eine wiederholende Filmvorführung in der Kirche vom Festumzug der 900-Jahr-Feier Göbrichen von 1992, ergänzte das Programm.

Nach dem Auftritt der Flötengruppe der Grundschule Göbrichen, unter der Leitung von Gundi Kubica, gab es am Sonntagnachmittag auf der Bühne im Stundentakt Gesang, Musik und Turnvorführungen.

Hierzu zählte auch der Chor der Grundschule, unter der Leitung von Annerose Hagenbucher und ein Auftritt der Kindergärten.

Unter anderem begeisterte auch die sehr begabte junge Musical-Darstellerin Ariane Berzel aus Göbrichen mit ihrer tollen Stimme, erstmals begleitet von Mike Winkler (links) und Simon Kurst (rechts).

Während der Auftritte auf der Bühne, versammelten sich davor stets zahlreiche Besucher.
Parallel wurde ein abwechslungsreiches Programm mit verschiedenen Angeboten für die jüngsten Besucher präsentiert. Neben einer Spielstraße mit Hüpfburg im
Kirchgarten, durften sie etwa auch als “kleine Feuerwehrleute“ im neuen Feuerwehrauto ausfahren. Zudem gab es Traktorrundfahrten durch den Heimatverein in einem als „Waggon“ umgebauten Hänger.
An beiden Tagen wurde ein großer Bücherflohmarkt in der Pfarrscheuer angeboten. Ebenfalls an beiden Tagen sorgten die teilnehmenden Vereine bestens für das leibliche Wohl der zahlreichen Besucher.
Unter den Gästen der 925-Jahr-Feier Göbrichen war auch eine Delegation aus der italienischen Partnerkommune Rubiera.
Aus dem Ruhrgebiet waren zwei Schwestern angereist. Deren inzwischen verstorbener Vater Clemens Schröder aus Dortmund kam während des Zweiten Weltkrieges, wegen der dort ständigen Luftangriffe, über die Landverschickung zur Familie Flohr nach Göbrichen. Bis heute besteht eine enge Freundschaft über Generationen hinweg. Über den Flyer im Internet sind die zwei Schwestern auf das Jubiläum aufmerksam geworden und haben die Familie von Karl Flohr (88) mit ihrem Besuch überrascht.

Hinweis:

Unter pz-news.de befindet sich eine umfangreiche Bildergalerie von der 925-Jahr-Feier.


Nachricht vom: 11.07.2017